Wer ich bin


Wer ich bin

Ich heiße Arezu Weitholz und bin Journalistin und Schriftstellerin, darüber hinaus zeichne ich, verfasse Liedtexte (oder assistiere anderen dabei) und schreibe Gedichte, zumeist Fischgedichte, die ich auch illustriere. Neben meinem ersten Band „Mein lieber Fisch“ aus dem Jahr 2010, den ich nach wie vor sehr gerne habe, gibt es drei weitere Bücher mit Fischgedichten, die jedoch beinahe vergriffen sind, nur das letzte nicht, es ist eine Art „Best of“, ein schöner gebundener Band mit Lesebändchen, in denen die schönsten Fischgedichte versammelt sind, er heißt „Der Fisch ist ein Gedicht„.

2012 erschien mein erster Roman „Wenn die Nacht am stillsten ist“ und 2020 erschien „Beinahe Alaska„, für das 2022 ich den Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster erhielt.

Mein Wikipedia Eintrag ist relativ akkurat – es stimmt, dass ich in einem kleinen Dorf in Niedersachsen aufgewachsen bin, als Adoptivkind in einer deutschen Familie, daher mein iranischer Vorname. Es stimmt auch, dass ich nach dem Abi eine Banklehre bei der Deutschen Bank in Hannover absolvierte, ebenso lustlos ein paar Semester Wirtschaftswissenschaften studierte, bevor ich als Praktikantin zur Lifestylezeitschrift Max nach Hamburg kam, wo ich Journalistin werden wollte, denn man schickte mich ständig irgendwo hin, und ich sollte hinterher einfach nur aufschreiben, wie das war. In Nullkommanix wurde ich dort Musikredakteurin, lernte noch mehr interessante Menschen kennen und durfte dauernd Musik hören.

Seither versuche ich meine großen Lieben, die Musik, die Sprache und das Reisen miteinander zu verbinden. Ich reise viel für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, illustriere eine Kolumne für die Brigitte Wir und habe gerade ein Buch über die Entstehungsgeschichte der Platte Mensch von Herbert Grönemeyer geschrieben.

Der Manager der Ärzte, Axel Schulz, gab mir 1999 im italienischen Lucca einen guten Rat. Er kann sich daran nicht mehr erinnern, ich aber. Ich hatte gerade ein tolles Angebot von einer Frauenzeitschrift in Hamburg erhalten, ich sollte dort Ressortleiterin werden. Es gab keinen vernünftigen Grund es abzulehnen. Aber eigentlich, dachte ich, wollte ich Bücher schreiben, und wenn mir das nicht gelingen würde, dann müsste es doch irgendetwas anderes auf der Welt geben. Wir standen auf einer Straße, er war gerade am Gehen, da rief er mir über die Schulter zu: „Mach, was Du noch nicht kannst!“ Deswegen ist meine Vita so ein Durcheinander. Ich bin darüber sehr glücklich.

Schleswig-Holstein, im September 2022